Trägerschaft (Kita)

Der Träger einer Kindertagesstätte ist Betreiber der Einrichtung und trifft sämtliche relevanten Entscheidungen über finanzielle und pädagogische Angelegenheiten sowie zu Personal- und Rechtsfragen. Übt eine Kirchengemeinde die Trägerschaft aus, so tritt der Kirchenvorstand diese Entscheidungen. Dies setzt mitunter eine umfangreiche fachliche Einarbeitung voraus und kann zeitliche Verzögerungen nach sich ziehen – je nach Sitzungsfrequenz und Arbeitsweise des Kirchenvorstands. Zahlreiche Kitas sind daher zum Ev.-luth. Stadtkirchenverband als Träger gewechselt. Mit dem Übergang der Trägerschaft auf den Stadtkirchenverband übernimmt die Kita-Geschäftsstelle die o.g. Funktionen. Ihnen stehen feste Ansprechpartner zur Verfügung, die eine kontinuierliche fachliche Begleitung sowie zeitnahe Entscheidungen sicherstellen können. Durch eine Bündelung von Interessen können Synergien genutzt werden und die einzelne Kirchengemeinde wird von Aufgaben und finanziellen Risiken entlastet.

Beim Übergang der Trägerschaft einer Kindertagesstätte von einer Gemeinde auf den Stadtkirchenverband handelt es sich formal einen »Betriebsübergang« nach § 613a BGB. Alle Fristen und Informationspflichten sind dementsprechend einzuhalten. Der Übergang ist mit Wirkung zum 01. Januar eines jeden Jahres möglich. Der entsprechende KV-Beschluss muss uns spätestens bis zum 30. Juni des Vorjahres vorliegen.